FDP Saarbrücken I 08.02.2009
FDP Saarbrücken I 18.09.2009
Presseerklärung von Friedhelm Fiedler (FDP-Spitzenkandidat der Gebietsliste zum Stadtrat), Rüdiger Linsler (Spitzenkandidat Wahlbereich West) und Thomas Escher (Spitzenkandidat Wahlbereich Ost) zur Gründung eines ,,Freien Familien Forum Saar e.V.’’ und zu dessen Vorstoß, Saarbrücken stärker zu einer Kinder- und Familienstadt machen zu wollen:
In Saarbrücken wird seit Jahren viel darüber geredet, dass die Stadt für Kinder und Familien freundlicher gestaltet werden müsse. Andere Großstädte kommen auf diesem Feld schneller voran. Stuttgart, München, Leipzig – in vielen prosperierenden Städten entstehen neue und wegweisende Aktivitäten, mit denen Kommunen sich als Kinder- und Familienstadt profilieren wollen. Obendrein geht es dabei auch um ein wichtiges Stück Standortmarketing. Die Spitzenkandidaten der FDP begrüßen es daher ausdrücklich, dass sich in der Landeshauptstadt ein unabhängiges Freies Familien Forum Saar gegründet hat, um das Thema mit neuen Ideen und Elan voran zu bringen. Es ist richtig: Eltern brauchen eine Lobby.
Familie ist immer da, wo Kinder sind. Der Begriff ,,Familie’’ schließt neben der klassischen Familie somit auch Alleinerziehende, Familien mit Pflegekindern und Großeltern mit Enkelkindern ein. Wir alle wissen, wie schwer es heute ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Und wir wissen, Kinder machen viel Freunde, aber sie kosten auch Geld. Von daher ist es ein erster absolut sinnvoller Vorschlag, für ganz Saarbrücken einen Familienpass einzuführen. Damit sollen Familien im Alltag und bei der Freizeitgestaltung finanziell entlastet werden. Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Firmen, Geschäfte und Freizeiteinrichten bei dieser Aktion mitmachen. Denn je mehr dabei sind, umso besser für die Kinder und die Familien. Die Themen, die sich das Freie Familien Forum vornimmt, klingen vielversprechend. Man will sich um betriebliche Kinderbetreuung kümmern, man will helfen, die Wohnqualität zu verbessern, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten sollen optimiert werden. Ebenso soll eine zentrale Ferienbetreuung eingerichtet werden und eine Kinderbetreuung in der Innenstadt. Dies alles sind Beispiel für einen richtigen Ansatz zu mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit in der saarländischen Landeshauptstadt.
Neben dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder des Freien Familien Forums fordern die FDP-Spitzenkandidaten die Oberbürgermeisterin mit Nachdruck auf, den beabsichtigten Ausbau von Krippen- und Tagespflegeplätzen für Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr zu forcieren, um so den Eltern eine echte Wahlfreiheit zwischen Betreuung der Kinder zu Hause und der Verknüpfung von Kinderwunsch und Berufstätigkeit zu gewährleisten. Kindergärten müssen stärker zu Bildungseinrichtungen ausgebaut werden. Es müssen einheitlich Qualitätsstandards für alle Kinderkrippen und Kindergärten entwickelt werden, die regelmäßig und extern überprüft werden. Die Öffnungszeiten für Kindertagesstätten müssen flächendeckend flexibeler gestaltet werden. Möglichen Sprachdefiziten müssen frühzeitig und individuell durch eine entsprechende Sprachförderung entgegengewirkt werden. Von der Landesregierung fordern die FDP-Politiker flächendeckende Ganztagsschulangebote vor allem in Saarbrücken. Aufgrund der schwieriger gewordenen sozialen Verhältnisse stehen hier besonders die Grundschulen vor enormen Herausforderungen.