FDP: 100 Jahre Frauenwahlrecht – es geht auch um die Wählbarkeit

13.11.2018

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts herrscht bei der Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen immer noch großes Ungleichgewicht.

„Auf kommunaler Ebene findet man nur wenige Frauen in den Stadt- und Gemeinderäten“, so Angelika Hießerich-Peter, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Saar.

Die bestehenden Strukturen in der kommunalpolitischen Arbeit stellen vor allem für Frauen immer noch hohe Hürden dar, die sie letztlich davon abhalten, sich zu engagieren. So sind z.b. die Sitzungszeiten sowohl der Stadt- oder Gemeinderäte als auch der parteiinternen Gremien oft für Frauen mit Berufstätigkeit und Familien-Organisation nicht kompatibel. Wir brauchen wesentliche Änderungen der Strukturen, auf der Arbeitsebene genauso wie in den Hierarchien. Bei der Diskussion um das Wahlrecht kommt ein Aspekt, nämlich die Wählbarkeit von Frauen immer noch zu kurz: Der erkennbare Wille, Frauen und Männer gleichermaßen auf den Listen vertreten zu sehen. „Nur damit gibt es eine reale Chance, bei Wahlen das gesamte Spektrum der Gesellschaft in den Parlamenten abzubilden“, so Hießerich-Peter abschließend. Dazu bedarf es einer Ermutigung- und Unterstützungskultur von Männern und Frauen in Führungspositionen.